Café Lichtblick

Neben verschiedener Unternehmen nutzen auch Kirchen das KMUX-System. Das Cafè Lichtblick der Johanneskirchengemeinde Pirmasens hat ihre Erfahrungen mit dem KMUX-System in einem Bericht zusammengefasst:

Komplette Infrastruktur für eine diakonische Einrichtung mit freier und OpenSource-Software 

Das Cafè Lichtblick ist eine Einrichtung der Protestantischen Johanneskrichengemeinde Pirmasens. Dort werden Arbeitssuchende unterstützt und betreut. 

Das Café Lichtblick gehört zum Gemeindekonzept der Johanneskirche. "Mitten in der Stadt und inmitten der Menschen" könnte man das Motto nennen. Im Sommer 2009 wurde beschlossen, das Gemeindegebäude zu modernisieren. Im Café Lichtblick wurden die komplette Heizungsanlage und die Elektrik erneuert und auf aktuellen Stand gebracht.

Anstoß dazu gab auch die Idee, den veralteten Computerraum mit Einzel-PCs umzugestalten und zu modernisieren. Die damals vorhandenen Rechner der Pentium-I Generation mit Windows95 als Betriebssystem waren im Laufe der Jahre durch Einzelspenden zusammengekommen. Die Arbeitsplätze entsprachen weder dem Stand der Anforderungen für die Ausbildung noch dem Stand der Technik. Auch die Bestimmungen des Datenschutzes liessen sich mit dem Ausgangszustand nicht vereinbaren.

In Zuge des Umbaus wurde im ganzen Gebäude ein strukturiertes Netzwerk verlegt und in Betrieb genommen. Mit der Unterstützung durch den Rotary Club Pirmasens konnten sieben einheitliche Arbeitsplätze in einem Schulungsraum eingerichtet werden. Jeder dieser Arbeitsplätze kostete 100 EUR. Dafür konnten

  • Tisch (Selbstbau durch Mitglieder der Kirchengemeinde und des Rotary-Clubs)
  • Rechner (Siemens sCovery, Pentium III, 512MB RAM, keine Laufwerke, fast lautlos)
  • Monitor (Eizo 15" TFT, 1024x768)
  • Tastatur und Maus

beschafft werden. Die gebrauchten Rechner der Pentium III Generation arbeiten als Netzwerkcomputer und werden von einem zentralen Server (PC-Klasse) mit Betriebssystem und Programmen versorgt.

Auf dem Server läuft ein http://kmux.sourceforge.net/KMUX-System, das auch die beiden Bürorechner steuert, den Internetzugang kontrolliert und absichert, die automatische Datensicherung bereitstellt und die Netzwerkdrucker und -scanner zur Verfügung stellt.

Die gesamte Installation der EDV für den Betrieb

  • Server (DualCore, 4 GB RAM, 2x250GB HDD System + 320 GB HDD Backup)
  • Netzwerktechnik (GBit Switches)
  • 9 Rechner für Büro und Schulung
  • 9 Monitore
  • Drucker/Scanner/Kopierer Brother MFC 9450CDN
  • Drucker Brother HL 4050CDN 

könnte so auch in einem kleinen Unternehmen verwendet werden und wurde für weniger als 2.000 EUR Hardwarekosten hergestellt.

Der Openoffice.org Deutschland e.V. http://ooodev.org/hat das Projekt im Café Lichtblick mit einer Spende von 250 OpenOffice.org-DVDs bedacht, so dass die Ratsuchenden eine moderne Bürosoftware auch mit nach Hause nehmen können.

An diesem Beispiel kann man sehen, dass freie und Open Source Software nicht nur günstig in Anschaffung und Betrieb sind. Sie passen auch hervorragend zu den gedanklichen Konzepten von Kirche und Diakonie, bei denen es unter anderem um die Beteiligung Vieler mit unterschiedlichen Stärken, Schonung von Ressourcen und um Gemeinschaft geht.